Ich sag nur: “Beweg deinen Arsch, geh zur Wahl!”
Update: Gehnnichthin is auch richtig geil!
Bestimmt kennt jeder den Spruch “Jedem das Seine”. Entweder aus dem allgemeinen Sprachgebrauch oder daher, dass er über den Toren des Konzentrationslagers Buchenwald steht. Jedenfalls wurde er zum ersten Mal dokumentiert ausgesprochen vom römischen Philosophen Cato dem Älteren und das war eindeutig vor der NS-Zeit. Und wenn jemand den Satz benutzt gehe ich prinzipiell von der ursprünglichen und wörtlichen Bedeutung aus. Es sei denn er steht in Bomberjacke und Springerstiefeln vor mir und schlägt mich zusammen, das wäre etwas anderes.
Jedenfalls hat sich ja letztens einmal wieder blöderweise eine Werbeagentur daran vergriffen, so dass Tschibo und Esso gemeinsam unter “Jedem den Seinen” auf die Vielfalt des Kaffeeangebotes aufmerksam machen wollten. Da war natürlich der Zentralrat der Juden mal wieder höcht entsetzt und der Vizepräsident Salomon Korn nannte das eine “nicht zu überbietende Geschmacklosigkeit” oder ein Beispiel “totaler Geschichtsunkenntnis”.
tagesschau.de schreibt über die Computerausfälle bei der Bahn, dass ein Sprecher wohl sagte, dass man zwar noch nicht wisse was die Ursache für die Störung war, jedoch ausschließe, “dass sich die Probleme wiederholen könnte[n]“.
Nun. Jedem dürfte klar sein, dass das ein voll und ganz leeres Versprechen ist. So wie es sie in letzter Zeit immer häufiger gibt. In der Werbung, im Wahlkampf, usw… Das Schlimmere an der ganzen Sache sind zwar die Leute, die das alles bereitwillig glauben, aber die können ja auch nichts dafür, man kann schließlich nicht jeden Scheiß hinterfragen und manche Dinge sind einfach so schön die will man dann tatsächlich glauben.
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