Archiv nach Schlagworten: Psychologie

Akustische Primärprägung

Ich hab folgendes Phänomen an mir selbst beobachtet und “Akustische Primärprägung” genannt: Wenn ich ein bestimmtes Musikstück (~Lied) zum ersten Mal höre, dann gefällt es mir (sofern es mir überhaupt gefällt) in dieser Version am Besten!

Also z.B. hört sich ja eine Liveaufnahme meistens ein wenig anders an (Playback is eh pfui) oder eine Coverversion, die dem Original so nahe kommt, dass ich das in meiner Erinnerungstruktur als ein Lied behandele; es gibt pro Lied aber eben nur eine Version, die mir am Besten gefällt und das ist in einer breiten Mehrheit der Fälle genau die Version, die ich als erstes gehört habe!

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Die alte Frau auf dem Markt

Ich will euch eine Beobachtung erzählen, die ich gerade gemacht habe:

In Bad Sobernheim ist jeden Donnerstag Wochenmarkt auf dem Marktplatz.
Und seit ich denken kann (:-D) hat dort eine ältere Frau einen Gemüsestand.

Diese Frau ist ein richtiger Oma-Typ. Fast schon Richtung Mrs. Doubtfire! Geblümtes Kleid, oder Rock, Strickpulli, weiße Schürze und graue Haare und überhaupt und sowieso, so wie die Omas in den Kinderbüchern.

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Überangebot

Man sagt ja gerne gesellschaftskritisch, dass unsere moderne Konsumgesellschaft in der westlichen Welt durch ein generelles Überangebot an allem gekennzeichnet ist.

Und damit hat man wohl recht.

Mich überfordert das… Hab ich eben im Real gemerkt.

Ich war einkaufen, für die paar Tage, wo ich Herr im Haus bin (das bringt mir natürlich jedes Mal die Assoziation, dass das bald, wenn ich eine eigene Wohnung oder so habe, immer so sein wird, und diese Vorstellung finde ich natürlich cool), und jedes mal denke ich mir, dass ich ja jetzt sehr schön kochen könnte, kreative Gericht, mit viel frischem Gemüse, Fleisch, und allem PiPaPo… Und ich weiß, dass ich das auch könnte (ich will jetzt damit nicht überheblich wirken oder angeben, weil darum gehts schließlich nicht), aber es scheitert dann daran, dass ich dann im Real stehe, zwischen diesen unheimlich vielen Regalen mit den unheimlich vielen Sachen drin. Weil dann kann ich mich nicht entscheiden und dann ist alle Kreativität – schwups – vorbei! Dann kommen mir keine coolen Rezeptideen mehr, die ich zusammenbasteln könnte, ohne ein Rezept zu haben, sondern dann springen meine Gedanken von Zutat zu Zutat, und was man damit alles machen könnte, aber daraus wird einfach aufgrund der schieren Menge nix, dass das vereinen würde. Und das trübt mir dann ein wenig mein Zukunftsbild, weil ich weiß, wenn ich dann ausgezogen bin und tun und lassen kann, was ich will, wäre ich einfach unfähig, alles zu tun, was ich theoretisch könnte, und das macht mich traurig. (Denn ich bin nunmal gierig, und würde gern ALLES machen…)

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Konzentrationshilfe

Ich sitze grade bei Tine, surfe rum, lese einen hochwissenschaftlichen Text über eine Studie zur Jugendverbandsarbeit und stelle dabei fest, dass ich mich hier, in fremder Umgebung, während Tine am rumbügeln ist, viel besser auf das konzentrieren kann, was ich am PC tun will, als wenn ich alleine zu Hause säße. Also auf das Lesen, aufs Bloggen, aufs surfen, auf wasauchimmer. Tine sagt, dass ihr das beim Lernen fürs mündliche Abitur, als sie bei mir war, auch so gegangen ist.

Dazu passt, dass ich mich besser hinlegen und nichts tun kann, wenn ich nicht alleine bin, sondern wenn andere Leute im Raum sind, rumwuseln und irgendwas machen (vielleicht nicht grade Staubsaugen)…

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Übersprungshandlungen

Meine Beobachtung:
Um uns vor dem Lernen fürs mündliche Abitur zu drücken, tun wir alles nur Erdenkliche, was nichts damit zu tun hat. Überwiegend Hausarbeit. Ich hab letzte Woche die Küche geputzt, unten gesaugt, mein Bad sauber gemacht, etc. Marie hatte auch schon Lust, sauber zu machen. Und sogar Lukas (!) hat letzte Woche sein ZImemr aufgeräumt und gesaugt und (!) er hält es in dem Zustand – noch!

Das ist dann wohl die klassische Übersprungshandlung, wie wir sie aus der Verhaltenslehre kennen. Man steht im Konflikt zwischen dem Lernen und dem Nichtstun. Und dann tut man etwas, das mit beidem gar nichts zu tun hat.

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Kaugummiblasen

Ich kann keine Kaugummiblasen machen!

Habe ich nie gelernt. Konnte ich auch nicht – meine Mutter hielt “den Zuckerbapp” für eindeutig ungesund und deshalb durfte ich nie Kaugummi besitzen, kaufen, geschweige denn kauen. Folglich fehlte mir auch ganz einfach das Material zum Üben. Fairerweise muss man auch dazu sagen, dass ich auch nie wirklich Lust entwickelt habe, es zu lernen.

Jetzt hat Tine mir HubbaBubba mitgebracht, mir erklärt wie es geht und nach stundenlangem Üben habe ich bei 2 von 50 Versuchen eine Blase geschafft…

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Böse Musik

Jeder verbindet mit Musik Erinnerungen. Oder?

Die meisten dieser Erinnerungen machen mich traurig, wenn ich Musik höre, die ich in einer bestimmten “Phase” mal intensiver gehört habe. Entweder weil es wirklich damals etwas trauriges war, oder (und das kommt wohl häufiger vor) weil es damals schön war und jetzt nicht mehr so ist. Das heißt ja nicht, dass jetzt nichts mehr schönes wäre, aber ich werde jedes Mal sentimental und ein wenig (mehr) traurig, wenn ich mich gewollt oder ungewollt durch Musik an Dinge erinnere.

Vor drei Wochen am Konfiwochenende hab ich mit meinem iPod Musik gehört. Und dabei habe ich emotional mehr oder weniger vier Jahre meines Lebens abgeklappert. Und so viel gefühlsstarke Erinnerungen auf einmal, das haut schon rein…

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Alles was mal war

Ich hab gestern Nacht im Auto “Alles was mal war” von den Toten Hosen hören müssen. Also nix gegen die Hosen, wirklich nich, das Lied hat mir einfach nur nich in den Kram gepasst. Weil es is melancholisch. Also mich machts melancholisch wenn ichs höre. Im Auto hab ichs ja bloß so nebenbei gehört, war ja müde und pipapo. Aber ich hab mir dabei schon direkt gedacht, dass ich mich ja kenne, und genau weiß, obwohl das Lied mich eher in ne negative Stimmung bringt und ich darauf ja keine Lust hab, und das Lied auch einfach vom Inhalt her nich passt, wusste ich genau, dass ich es mir trotzdem nochmal anhören würde – selbst, aktiv und bewusst. Und das wird auch nich es letzte Mal gewesen sein. Bestimmt werd ich mir auch das Album besorgen. Und bestimmt kommt dann eine Hosen-hör-Phase. Ich kenn mich doch.

Das is ja ok. Sich selbst zu kennen, hört sich gar net so schlecht an, ne?

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Neugierde

Also, ich will manchmal unbedingt etwas wissen. Meistens etwas das mit Personen zu tun hat, also über Jemanden, von Jemandem. Ich möchte es unbedingt erfahren, jemanden danach ausquetschen, etc…

Und dann, wenn ich es erfahren habe, muss ich meistens feststellen, dass es etwas ist, dass mich traurig macht, deprimiert, oder wütend.
Und dann denke ich mir, dass ich das eigentlich hätte vorher wissen können.
Und dann hätte ich mich einfach ein wenig beherrschen müssen, weil meistens weiß ich ja wirklich auch vorher, dass die Antwort nicht unbedingt eine sein wird, die mich glücklich macht.

Aber warum frage ich dann?

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Langeweile

Jetzt sitze ich schon seit zwei Stunden hier und langweile mich mehr oder weniger doll.

Mein Zimmer sieht aus als hätt ne Bombe eingeschlagen, ich hab noch kein Stück fürs Abi gemacht, meine Schulsachen liegen noch da wie ich sie hingeknallt hab als ich Freitags aus der Schule kam, da sind haufenweise Bücher zu lesen. Ich langweile mich ja nicht, weil ich nichts zu tun hätte… Ich hab nur einfach keine Lust dazu, irgendwas zu machen.

Und das nervt mich. Macht mich unzufrieden und angepisst.

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Die Einfachkeit des Seins

Ich war eben beim Jahresabschluss der Freiwilligen Feuerwehr Kirschroth! Und als wir dann nachher beim Haxen-essen waren und als so erzählt wurde, stellte ich wieder mal fest, dass die ganzen älteren, trotz Arbeit und allem von wesentlich mehr Erlebnissen zu erzählen hatten als wir…

Natürlich haben die aufgrund ihres Alters schon einen enormen Vorsprung, aber aus ihren Erzählungen hört man auch immer heraus, dass sie in unserem Alter auch schon diverse “Dinger gedreht haben”, wo wir absolut nix gegen halten können.

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Verliebtsein

Verliebe ich mich in Leute, mit denen ich viel zu tun habe?

Oder habe ich viel mit Leuten zu tun, in die ich mich verliebt habe?

Und warum eigentlich immer in die falschen?

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Aufschiebetaktik

Manchmal, da hat man viele Dinge zu tun. Die haben sich angesammelt, über Wochen, Tage, Monate. Meistens sind es alles irgendwelche Aufgaben, die man in ein paar Minuten erledigt hätte, wenn man sich nur mal dazu aufrappeln könnte. Oder man kann sie (weil es inzwischen so viele geworden sind) intelligent aneinander reihen, so dass man mindestens die Hälfte davon am Stück in Windeseile erledigen könnte.
Und das weiß man! Und trotzdem macht mans nicht!

Obwohl man weiß, dass es eine kurze, schmerzlose Sache sein könnte, wenn man es denn mal tun würde, kann man sich einfach nicht dazu aufrappeln es einfach mal zu machen!

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Deprimierendes Fremderinnern

Ich frage: Bin ich merkwürdig, wenn mich die Erinnerungen anderer Leute deprimieren?

Ich meine das genauso wie ichs schreibe. Das geht los bei Urlaubserzählungen/-fotos. Hör/Guck ich mir nicht gerne an… Oder auch allgemein bei Fotos von anderen Leuten, die bei anderen Gelegenheiten andere Dinge gemacht haben. Oder Erzählungen von anderen Leuten, die mit anderen Leuten andere Dinge gemacht haben.
Meistens deprimiert mich das. Macht mich traurig. Hinterlässt ein Gefühl von Leere, von nicht-dabei-gewesen-sein. Und das sogar bei Leuten, die ich gar nicht kenne, mit denen ich gar nichts zu tun habe!!!

Ich fürchte, die genaue psychologische Analyse läuft einfach auf puren Neid heraus. Neid auf alles und immer, wenn ich nicht dabei war…
Ja, ich weiß, dass das nicht unbedingt gut ist, sondern eher destruktiv, aber was soll ich denn machen? Außer es für mich behalten…