Manchmal, da habe ich eine Art Vision, mehr noch eine Art Wunschvorstellung von meiner Zukunft. Irgendeine kurze Szene, die ich hoffe, in meinem Leben auch irgendwann mal zu erleben.
Die erste, die mir schon seit Jahren im Kopf herum schwirrt, auch wenn sie “geklaut” ist, ich weiß nicht mehr genau, woher ist:
Dass mein Sohn, irgendwann mal, wenn er im gewissen Alter ist, nachts heim kommt, vielleicht so gegen ein Uhr, polternd die Tür aufmacht, mich natürlich weckt, vielleicht saß ich ja auch noch vorm Fernseher, und dann mit schiefem Gesichtsausdruck lallend sagt: “Pappa, isch bin gar net bedrunken!!! Is alles in Ordnun’, ich geh ins Bett!”. Und dass ich dann lächelnd gelassen sagen oder denken kann: “Is alles in Ordnung, das hab ich in deinem Alter auch gemacht, geh einfach schlafen, ich bring dir vorsorglich mal nen Eimer.”
Das fänd ich schön, wenn das passieren würde… Ich finde es drückt ein gesundes Verhältnis zu meinen Kindern aus.
Und die andere, die ist mir heute morgen unter der Dusche eingefallen:
Ist nicht direkt eine genaue Szene, aber ich will, dass meine Kinder sich zu Hause wohlfühlen können. Und sich für ihre Eltern so wenig wie möglich schämen müssen. Und dass sie, wenn sie 18 sind, mit Abi fertig usw. nicht von zu Hause weg wollen, weil sie es absolut nicht mehr aushalten können, sondern weil sie was neues erleben wollen, oder wegen Studium etc. einfach müssen. Und ich will, dass sie ihre Kinderzimmer immer bewohnen dürfen, wenn sie mal zu Besuch sind.
Hoffentlich klappt das irgendwie…
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