Iiiiihh….
Fragt mich nicht wie ich gerade drauf kam, aber ich stieß auf folgenden Wikipedia-Artikel: Menstruationstasse.
Eklig, oder?
Leere Versprechungen
tagesschau.de schreibt über die Computerausfälle bei der Bahn, dass ein Sprecher wohl sagte, dass man zwar noch nicht wisse was die Ursache für die Störung war, jedoch ausschließe, "dass sich die Probleme wiederholen könnte[n]".
Nun. Jedem dürfte klar sein, dass das ein voll und ganz leeres Versprechen ist. So wie es sie in letzter Zeit immer häufiger gibt. In der Werbung, im Wahlkampf, usw... Das Schlimmere an der ganzen Sache sind zwar die Leute, die das alles bereitwillig glauben, aber die können ja auch nichts dafür, man kann schließlich nicht jeden Scheiß hinterfragen und manche Dinge sind einfach so schön die will man dann tatsächlich glauben.
Nur leider macht das Leben ja nicht immer nur das was man will, nicht wahr!
Jedes System, bestehe es aus Menschen und/oder Technischen Geräten kann ausfallen. Und selbst wenn man sich für die Zukunft vor genau diesem Problem, das jetzt aufgetreten ist, schützen kann wird es irgendwann ein anderes geben, an das nicht gedacht wurde. Und eigentlich sollte das jedem vernünftig denkenden Menschen klar sein und deshalb sollte er nicht von Menschen und Maschinen ständig 100%-ige Leistungsfähigkeit erwarten.
Das geht nicht. Kann nicht gehen.
Und es ist ja klar, dass diese Art von Erwartung wieder zu Enttäuschung führt. Es ist eine Erwartung des unerfüllbaren Typs. Um sich vor solchen Enttäuschungen wie einem für zwei Tage ausgefallenen Telefonanschluss oder einem kaputten Fahrkartenautomaten zu schützen, sollte man einfach nicht erwarten, dass es alles immer klappen würde. Tut es nämlich nicht.
Zumal man ja meistens dann selbst zu faul ist, etwas dagegen zu machen. Schließlich fallen die meisten technischen Probleme nicht direkt in den eigenen Verantwortungsbereich, sondern es gibt andere Leute die das reparieren sollen. Deshalb kann man sich ja schön darüber aufregen, wenn etwas nicht funktioniert.
Althausens Skiunfall
Es wird bestimmt jeder mitgekriegt haben, dass Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus am Neujahrsmorgen einen schweren Skiunfall hatte. Dort stieß er bei einer Abfahrt an einer Kreizung zweier Pisten mit eienr Frau zusammen. Althaus trug einen Helm, die Frau hingegen nicht. Beide werden relativ schnell ins Krankenhaus gebracht, die Frau jedoch stirbt leider im Rettungshubschrauber, Althaus lag bis heute, Freitag, im künstlichen Koma und wurde heute geweckt, die Ärzte sind zuversichtlich, dass er wieder voll gesund wird.
Soweit so gut, für Herrn Althaus. Tragisch für die verstorbene 41-jährige Slowakin, Mutter von vier Kindern.
Meiner Meinung nach jedoch gut und schade nicht nur aus diesem offensichtlichen Grund, dass er überlebt hat, und sie nicht (inwieweit sie selbst nachlässig gehandelt hat indem sie ohne Helm unterwegs war, möchte ich nicht beurteilen), sondern mich irritiert, dass ich seit drei Tagen in meinen Nachrichten-Feeds immer wieder über Herrn Althausens Gesundheitszustand höre, und zwar gefühlte zwei Meldungen pro Tag. Über die Frau hört man nichts. Vielmehr, in jeder Meldung wird sie mit einem, vielleicht auch mit zwei Sätzen erwähnt. Einzig die taz widmet ihr ein paar mehr Zeilen und geht ein wenig auf sie als Person ein, schildert ihre Lebensumstände ein wenig genauer.
"Politiker reagieren betroffen" und natürlich drücken sie auch, politisch korrekt, ihr Mitgefühl der Familie der verstorbenen Frau aus. Toll.
Herr Althaus weiß noch nicht, dass die Frau, mit der er seinen Unfall hatte, gestorben ist. Ich bin gespannt, wie er reagiert.
Wie konnte es dazu kommen? fragt die FAZ
Ich bin aber auch gespannt, was die Polizei bei ihren Ermittlungen zum Unfallhergang ermitteln will. Frage ich mich allgemein öfter. Beide waren, aufgrund ihrer Erfahrung ein wenig zu schnell unterwegs, okay, das ist nichts schlimmes, das macht jeder mal, Alkohol im Blut hatten sie auch nicht und an einer Kreuzung, an der, wie auf Skipisten üblich nicht "Rechts vor Links" gilt, konnten sie dann natürlich beide nicht mehr schnell genug bremen oder ausweichen. Was will man da noch groß ermitteln? Ich finde, dieser Unfallhergang reicht vollkommen aus. Es war ein Unfall.
Es gibt noch mehr genaue Definitionen... Bergunfall, Sportunfall, Verkehsunfall,...
Aber mir geht es nicht um den Unfall an sich. Sowas passiert. "Sport ist Mord!", das weiß jeder.
Mir geht es nur um die polarisierte Berichterstattung, die es darüber gibt. Dass man immer nur die Schlagzeilen über den Politiker liest. Natürlich, er ist ja auch eine "berühmte Person des öffentlichen Lebens". Und außerdem (!) ist ja dieses Jahr das "große Wahlkampfjahr"! Und natürlich bringt der Unfall enorm viele Sympathiepunkte! Prima, also macht die CDU dieses Jahr Wahlkampf, für den ein Mensch gestorben ist.
Einzig die taz scheint das auch zu bemerken und gönnt der verstorbenen Beata Ch. ein paar mehr Zeilen und schreibt auch in ihrer Schlagzeile "[...] Der politische Patient".
Ich finde das nicht gut. Wie seht ihr das?
Biologisch Positive Energiesysteme
Biologisch Positive Energiesysteme
Oh
mein
Gott.
Sebastian hat mich grade auf diese Seite gebracht.
Unglaublich.
Wer mal eine Minute hat, sollte sich mal unbedingt die Produkte angucken... Und ein wenig in den Beschreibungen lesen... Und auf jeden Fall, nicht vergessen, den Bildschirmreiniger zu benutzen! Gibts unter dem Menüpunkt "Kostenlos". Auch intressant, da mal kurz einen Blick in den Quellcode zu werfen...
Ich zitiere nur kurz:
Wichtiger Hinweis
Alle auf unserer Homepage aufgeführten Energieprodukte und deren Wirkung ist durch keine wissenschaftliche Aussage begründet.
Darüber hinaus gibt es auch keine schulmedizinisch-wissenschaftliche Begründung für die in den Texten aufgeführten Wirkungen oder Behauptungen.
und:
Durch eine dauerhaft negative Einstellung gegenüber der Wirkungsweise unserer Produkte ist es möglich deren Funktion einzuschränken. Auf jeden Fall wird dadurch die spürbare Wirkungsweise beeinträchtigt.
Ich muss dazu nix sagen, oder?
Verliebtsein
Verliebe ich mich in Leute, mit denen ich viel zu tun habe?
Oder habe ich viel mit Leuten zu tun, in die ich mich verliebt habe?
Und warum eigentlich immer in die falschen?
Aufschiebetaktik
Manchmal, da hat man viele Dinge zu tun. Die haben sich angesammelt, über Wochen, Tage, Monate. Meistens sind es alles irgendwelche Aufgaben, die man in ein paar Minuten erledigt hätte, wenn man sich nur mal dazu aufrappeln könnte. Oder man kann sie (weil es inzwischen so viele geworden sind) intelligent aneinander reihen, so dass man mindestens die Hälfte davon am Stück in Windeseile erledigen könnte.
Und das weiß man! Und trotzdem macht mans nicht!
Obwohl man weiß, dass es eine kurze, schmerzlose Sache sein könnte, wenn man es denn mal tun würde, kann man sich einfach nicht dazu aufrappeln es einfach mal zu machen!
Geht einfach nicht. Keine Lust. Keine "Zeit". Man hat einfach eine totale emotionale Blockade, in einen kurzen Schub von Tatendrang zu verfallen, und da macht man dann lieber was anderes. Musik hören, Chatten, Bloggen, ... Anstatt einfach schnell das zu erledigen, was man sich wahrscheinlich sogar schon aufgeschrieben hat lenkt man sich lieber ab...
Paradox der Mensch... Verdammt.
Edit (21.12.08 16:52): Ich sah gerade, dass De Jannis fünf Tage vor mir ähnliche Gedanken hatte... Macht aber ja nix.
Deprimierendes Fremderinnern
Ich frage: Bin ich merkwürdig, wenn mich die Erinnerungen anderer Leute deprimieren?
Ich meine das genauso wie ichs schreibe. Das geht los bei Urlaubserzählungen/-fotos. Hör/Guck ich mir nicht gerne an... Oder auch allgemein bei Fotos von anderen Leuten, die bei anderen Gelegenheiten andere Dinge gemacht haben. Oder Erzählungen von anderen Leuten, die mit anderen Leuten andere Dinge gemacht haben.
Meistens deprimiert mich das. Macht mich traurig. Hinterlässt ein Gefühl von Leere, von nicht-dabei-gewesen-sein. Und das sogar bei Leuten, die ich gar nicht kenne, mit denen ich gar nichts zu tun habe!!!
Ich fürchte, die genaue psychologische Analyse läuft einfach auf puren Neid heraus. Neid auf alles und immer, wenn ich nicht dabei war...
Ja, ich weiß, dass das nicht unbedingt gut ist, sondern eher destruktiv, aber was soll ich denn machen? Außer es für mich behalten...
Extemporale
Manche Leute, in Deutschland, nennen unangekündigte Tests (was übrigens meiner Meinung nach die neutralste, modernste und allgemeinste Beschreibung ist) 'Extemporalen' (was meiner Meinung nach die antiquitierteste, unverständlichste und verwirrendste Bezeichnung ist - umgangssprachlich übrigens 'Ex' genannt.).
Selbstverständlich gibt es auch noch dutzende andere (dubios unästhetische) Namen dafür.
HÜ (Hausaufgabenüberprüfung), wie hier, in einem Teil RLPs.
KK (Kurzkontrolle), in Teilen Sachsen-Anhalts.
LK (Leistungskontrolle oder Lernzielkontrolle).
Stegreifaufgabe, in Bayern.
Kurzüberprüfung,
Kurzarbeit.
Diese ganze Angelegenheit schlicht und einfach 'Test' zu nennen, wäre wohl zu einfach, was?
Die Gesellschaft geht den Bach runter…
Das denke ich mir in letzter Zeit (leider) recht häufig und deshalb versuche ich jetzt, alle möglichen Ereignisse in deren Zusammenhang mir das einfällt festzuhalten.
Passend zu diesem Zitat, das ich irgendwo geklaut hab:
"Die Entwicklung der Welt macht mich sehr traurig!!"
Mein SMS-Verhalten
Ich stellte grade fest:
Ich schreibe lieber SMS, während ich zu Hause an meinem Schreibtisch sitze, oder mal wenn ich mich in der Schule langweile, aber weitaus weniger häufig wenn ich irgendwo anders bin. Also z.B. auf ner Party oder irgendwo zu Besuch!
Wodran liegt das wohl?
Ich meine, an sich macht es wenig Sinn, weil wenn ich zu Hause sitze, könnte ich eigentlich auch eMailen, chatten oder anrufen. Aber nein, ich gebe dann offensichtlich manchmal lieber (mein) Geld aus. Merkwürdig. Und wenn ich unterwegs bin, da wo einem das Handy überhaupt etwas bringt, da benutze ich es nicht für die Zwecke für die es gut geeignet ist. Also, nicht generell nicht, aber häufig.
Man könnte es ja erklären, weil es ist ja unhöflich einfach so zu smsen, wenn man irgendwo zu Besuch ist, und auf einer Party ist immer so viel los, da finde ich nicht die nötige Ruhe, mich auf ne SMS zu konzentrieren. Und vielleicht habe ich dann "Angst", während ich mich mit Leuten befasse, die woanders sind, bei den Leuten die dann gerade da sind, auf der Party, etwas zu verpassen. Ich habe Verlustängste, vielleicht. Angst den Anschluss zu verlieren. Nur weil ich eine SMS schreibe... Merkwürdig!
Ich denke, das ist ein unsinnvolles Verhalten, ich sollte das zu ändern versuchen...
Oder hat jemand noch eine andere Theorie, warum das so sein könnte? Weil zu verstehen wie es zustande kommt, hilft sicher etwas dagegen zu tun...
Die heutige Jugend…
Was ist nur los mit uns? Also mit der gerade erwachsen gewordenen Jugend...
Es ist gerade mal viertel vor sechs und ich könnte schon fast ins Bett gehen, von meinem geistigen Zustand her.
Gehört es wirklich zum Erwachsenwerden, dass man langweilig wird???
Warum kommt mich denn keiner mal spontan besuchen, wo doch so viele wissen dass ich alleine zu Hause bin?
Aber andererseits, würde ich das machen? Würde ich einfach unangemeldet bei jemandem reinschneien, nur wenn ich weiß, er ist alleine und langweilt sich? Wahrscheinlich auch nicht...
Und deshalb kann ichs natürlich von niemandem erwarten, oder? Aber ist das richtig so? Ist das Normal für unser Alter? Dürfen wir uns diese langweilige, spießige Bequemlichkeit erlauben, bloß weil wir "erwachsen" sein wollen?
Was geht uns dabei denn alles an Spaß flöten! Das wissen wir gar nicht mehr! Als Kinder und unbeschwerte Jugendliche war das doch auch alles kein Problem! Da hat man einfach gemacht wodrauf man Lust hatte, und sich nachher darüber Gedanken gemacht. Jetzt is man 18, für alles selbst verantwortlich, und nix geht mehr. Bei Parties muss/will die Hälfte heimfahren, darf nix trinken, kaum einer nimmt noch einfach n Schlafsack mit und pennt irgendwo, hauptsache pennen, und die andere Hälfte trinkt zwar, aber selten viel. Und selten hat man dabei den unbeschwert komischen Spaß, den man hatte als alles noch aufregend und Interessant war...
Ich glaube, die Zeit zwischen 16 und 18, das ist die schönste, dies bisher im Leben gab... Da musste man sich einfach noch nicht so viele Sorgen machen. Da wurde man noch von Mami oder Papi abgeholt, oder eben auch nicht, aber das war alles nicht schlimm. Man konnte noch die Nächte durchmachen und das Schlafen einfach auf irgendwann verlegen! Man konnte noch allerlei lustige Dinge machen, ohne dafür für außergewöhnlich kindisch oder verrückt gehalten zu werden! Und man konnte noch trinken, trinken, trinken... und musste es auch, von wegen Grenzen austesten...
Natürlich ist das normal, dass man, wenn man 18 wird und dann "auf eigenen Füßen steht" vernünftiger wird! Muss ja! Aber ich frage mich, ob das schon immer so extrem war? Oder ob, so wie bei vielem heutzutage, der Übergang einfach gewaltig verkürzt wird und man direkt aus noch nicht abgeschlossener Pubertät in das Erwachsensein geschmissen wird, sobald man 18 wird.
Oder nehme ich das alles einfach mal wieder zu intensiv war, weil ich gerade voll drin stecke, und es nicht objektiv beurteilen kann?
Jedenfalls, unabhängig davon... An alle die das Glück haben, noch in die 16-18-Jährigen-Phase zu kommen oder gerade drinstecken: Genießt sie, sie ist schneller vorbei als ihr denkt...
Und an alle, die es leider schon hinter sich haben: ... Mein Beileid... Was können wir nur dagegen machen???

