Momoblog "Vorstellungskraft ist wichtiger als Wissen." (A. Einstein)

31Aug/102

Mein Sempf zu Google Streetview

Achtung! Dieser Post stellt - Oh Wunder! - die persönliche Meinung seines Autors dar!
Falls Sie ein Problem mit dieser Meinung haben, schreiben Sie das Problem auf ein Stück Papier und werfen es in den Müll.

Oder wie man unter Linux sagt:
cat problem > /dev/null


Ich bin für Google Streetview (auch) in Deutschland!

Ich zitiere Mario Sixtus im ZDF-Blog:

"Hey, Google fährt fotografierend durch die Gegend und stellt die Bilder ins Internet!"

"Na und? Das mache ich auch."

"Die Kameras von Google fotografieren aus drei Metern Höhe."

"Ich bin rund zwei Meter groß, wenn ich meine Arme nebst Kamera gen Himmel strecke, drücke ich auch aus rund drei Metern Höhe ab."

"Aber sie verknüpfen die Fotos mit einer Landkarte."

"Das machen viele andere auch.

"Aber das sind Privatleute. Google ist ein riesiger Konzern!"

"Wenn du die industrielle Produktion von etwas verbieten willst, das einzelnen Individuen erlaubt ist, könntest du auch gleich die Tiefkühlpizza-Fertigung untersagen. Entweder es gibt ein Recht darauf, im öffentlichen Raum zu fotografieren, oder es gibt dieses Recht nicht. Wenn es das allerdings gibt, gilt es für alle."

"Es gibt aber auch das Recht aufs eigene Bild, das Persönlichkeitsrecht."

"Google verpixelt Gesichter und Nummernschilder. Das ist mehr, als die meisten Straßenfotografen tun."

"Aber sie verdienen Geld mit Bildern des öffentlichen Raums."

"Genauso wie Postkartenfotografen oder die Verleger von Reise-Magazinen."

"Das sind doch hinkende Vergleiche. Die Gesetze sind gemacht worden, als an solch eine massenhafte Produktion von Fotos und an eine weltweite Veröffentlichung per Internet noch gar nicht zu denken war. Wir müssen die Gesetze ändern!"

"Vorsicht: In einem Rechtsstaat gelten alle Gesetze für Alle gleichermaßen. Wenn du massenhaftes Fotografieren und Geotaggen verbieten oder unter Zustimmungsvorbehalt stellen willst, kommst du ganz schnell Fotojournalisten, Hobbyfotografen und kollaborativen Netz-Projekten in die Quere."

"Google monopolisiert den öffentlichen Raum!"

"Quatsch. Die Häuser stehen schließlich hinterher immer noch da und außerdem kann jeder Google Konkurrenz machen."

"Aber sie kommerzialisiern den öffentlichen Raum!"

"Wer Plakatwände aufstellt, der kommerzialisiert den öffentlichen Raum. Google klebt lediglich Anzeigen auf die eigenen Internetseiten, genau so, wie sie es schon bei der Suchmaschine machen."

"Aber Stalker wissen dann, wo ich wohne."

"Nö. Nur, wenn du mit deiner Adresse im Telefonbuch stehst; eine Publikation übrigens, die ich aus Datenschutzsicht für wesentlich bedenklicher halte."

"Einbrecher können Streetview nutzen."

"Streetview läuft bereits in über 20 Ländern. Von einer Steigerung der Einbruchsrate dort ist nichts bekannt. Letzteres wiederspräche auch kriminalpolizeilichen Erkenntnissen."

Es wird ja oft gesprochen über die Grenze zwischen dem Öffentlichen und dem Privaten Raum! Ich definiere das für mich ganz einfach so:

Alles was ich sehen/hören/riechen/... kann, wenn ich vor einem Haus auf dem Gehweg stehe, das ist Öffentlichkeit! (Natürlich sind Persönlichkeitsrechte eine ganz andere Sache! Sind Personen zu sehen, müssen die natürlich unkenntlich gemacht werden, logisch!) Konkret heißt das also: Wenn ich um den Garten eben keine Hecke habe, dann kann man meinen Vorgarten von der Straße aus sehen! Also kann man Ihn auch sehen wenn man von da aus ein Foto macht! Also kann auch Google ihn fotografieren. Also kann ihn auch jeder im Internet angucken. So einfach ist das!

Die Ankündigung von Streetview hat übrigens ja zu einem enormen Humorpotential geführt!

Da sind zum einen natürlich diese putzigen Rentner, die sich als "Protestgruppe" vor ihrem Haus fotografieren lassen und dann mit diesem Bild und Namen natürlich auch in der Online-Ausgabe der Zeitung vertreten sind... Alltagshumor allererster Güte!

Und natürlich gibt es viele, viele, viele Blogartikel zum Thema!


Also: Ich habe nichts gegen Google Streetview und kann auch den allgemeinen Argumenten dagegen nichts abgewinnen.

17Jan/100

HowTo: Kalender-Sync – iPhone <-> Mozilla Thunderbird

Die Gründe dafür, dass ich meinen Kalender gern sowohl in Thunderbird (mit dem Add-On Lightning) als auch auf dem iPhone habe liegen ja wohl auf der Hand: So kann ich unterwegs jeden Termin schnell auf dem iPhone eintragen und am PC habe ich dann einen wesentlich besseren Überblick über alles. Dazu kommt, dass ich so natürlich mindestens zweimal benachrichtigt werde, wenn ein Termin ansteht, was bei mir Schussel auch recht praktisch ist...

Jetzt gibt es natürlich die Möglichkeit, einfach bei jedem Sychronisieren mit iTunes einfach den Kalender mit Outlook zu syncen. Das funktioniert auch relativ gut, das Problem ist nur: Ich benutze Outlook nicht und habe das auch nicht vor. Außerdem will ich nicht immer erst das Kabel anschließen, iTunes öffnen und auf Synchronisieren klicken müssen, das soll bitte in Echtzeit passieren.

Um das zu bewerkstelligen habe ich jetzt eine zeitlang recherchiert. Fakt ist, der Flaschenhals ist natürlich das iPhone, denn die einzige Möglichkeit, Kalender und Kontaktdaten über das Internet zu synchronisieren besteht mit (dem proprietären Microsoft-Standard) Exchange.

Natürlich hab ich keinen Exchange-Server! Vielversprechend klang dann das Projekt open-xchange. Davon gibts auch eine Community-Version, die das open im Namen auch verdient hat... Die Zusatzmodule zum Einbinden spezieller Clients (iPhone, Thunderbird, ...) kriegt man jedoch anscheinend nicht kostenlos. Vielleicht ja doch, aber ich hatte dann keine Lust mehr, zumal mir eh der ständig-laufende, ständig-online Linux-Server fehlt.

Der letzte Ausweg führt dahin, wo inzwischen alle Wege führen: zu Google!

Mit dem Google Kalender und Google Sync klappt alles was ich will (mal abgesehen davon, dass meine Daten dann bei Google sind... Andererseits, wenn die es interessiert, wann ich Feuerwehr-Übung hab, bitteschön!)


Und so gehts:

  1. Google-Account einrichten, falls nicht vorhanden oder sich anmelden und sich dann für die Kalender-Funktion anmelden.
  2. In Thunderbird muss natürlich das Kalender-Add-On Lightning installiert sein und dann braucht man noch das Add-On Provider for Google Calendar.
  3. Jetzt muss man in der Weboberfläche von Google Kalender den/die gewünschten Kalender einrichten (Linke Seite der Site: "Erstellen" -> Details eingeben [Name reicht eigentlich] -> "Kalender einrichten").
    • Wer jetzt schon bestehende Kalenderdaten hat, muss die natürlich erstmal aus der bisherigen Quelle exportieren (am besten im iCal-Format) und dann in den Einstellungen (Linke Seite der Site) auf "Kalender importieren" -> Datei auswählen -> den Kalender auswählen in den die Daten eingefügt werden sollen -> "Importieren" -> Fertig.
    • Wer die Daten bisher nur auf dem iPhone hat, der kommt um eine einmalige Synchronisation mit Outlook wohl nicht herum. Dazu reicht aber ja auch eine Testversion von Outlook, die sich bestimmt sogar legal irgendwo besorgen lässt. Diese installieren und darauf achten, dass sie als Standardanwendung eingetragen ist. Dann in iTunes beim iPhone bei "Info" die Synchronisation vom iPhone mit Outlook aktivieren und laufen lassen. Dann kann man den Kalender in Outlook auswählen: Rechtsklick -> Speichern unter... -> Und dann hat man die .iCal-Datei.
  4. Jetzt integrieren wir den/die Kalender in Thunderbird. Dazu klicken wir zuerst auf der Website vom Google Calendar auf Einstellungen und dann auf den Namen des Kalenders, der eingebunden werden soll. Dann muss man unten auf der Seite den Link hinter dem XML-Symbol bei Privatadresse (!) kopieren (Rechtsklick -> "Link-Adresse kopieren"). Dann gehts in Thunderbird weiter: Wir öffnen die Kalender-Ansicht und klicken links in die freie Fläche wo die Kalender stehen und wählen "Neuer Kalender..." ->"Im Netzwerk" ->"Google Kalender". In das Eingabefeld kommt die kopierte Adresse. Dann noch Name und Farbe festlegen und fertig.
    Jetzt kann man schonmal ausprobieren wies funktioniert. Meistens muss man sowohl Thunderbird als auch die Webansicht erstmal aktualisieren, aber dann sieht man dass jeder Eintrag direkt in beiden Fenstern verfügbar ist. (Erinnerungen kriegt man auch über beide Instanzen, nachher sogar über drei, wenn das iPhone noch dran hängt)
  5. Jetzt kommt noch das Sahnehäubchen, die Verbindung zum iPhone:
    (Genauer und mit Bildern gibts das auf der Erklärungssite von Google Sync)
    Hierzu gehts in die "Einstellungs"-App -> "Mail, Kontakte, Kalender" ->"Account hinzufügen..." -> "Microsoft Exchange". Dann werden die Daten eingetragen E-Mail und Benutzername sind das selbe, Domain bleibt leer und Passwort ist auch klar. Dann klickt man auf Weiter und muss noch den Server eintragen: m.google.com. Speichern, Fertig.
  6. Jetzt die Kalender-App öffnen und siehe da, jetzt gibt es mehrere Kalender. Und in dem, der zum Google-Sync gehört, sollte man jetzt auch die Termine sehen, die schon eingetragen sind.

Alles klar soweit? Bei Fragen stehe ich natürlich gerne zu Verfügung! Und bei Unklarheiten: Lieber vorher fragen, als dass alles weg is -.-

10Mrz/091

Finde Chuck Norris!

Geht auf google.de, gebt als Suchbegriff "Find Chuck Norris" ein, un klickt auf "Auf Gut Glück!".

4Sep/081

Google Chrome

Ich habe gestern die Beta-Version des neuen Google-Browsers Chrome (http://www.google.de/chrome) runtergeladen und getestet.
Mein erster Eindruck:
Die Oberfläche ist mir persönlich als "Profi" zu abgespeckt, vllt wäre es da innovativ, den Benutzer wählen zu lassen zwischen einfacher und erweiterter Benutzeroberfläche.
Aber ansonsten finde ich das "Unter-der-Haube"-Konzept gut, nämlich jeden Browsertab und die Erweiterungen in eigenen Prozessen zu starten. Den erwähnten Geschwindigkeitsvorteil konnte ich jetzt bei mir im Vergleich zu meinem Firefox 3.0.4 mit Add-Ons ehr weniger bemerken, vielleicht ist er eher bei älteren Rechnern bemerkbar.
Das Design ist im Großen und Ganzen recht ansprechend, es wird schön mit dezenten Elementen gearbeitet. Und auch das Konzept, nie leere Fenster entstehen zu lassen hat etwas, die Download-Übersicht ist nicht schlecht, wobei mir natürlich hier, wie beim Firefox auch die Forderung nach einem ausgereifteren Downloadmanager aufkommt.
Soweit als ersten Eindruck, ich werde am Ball bleiben und bin sehr gespannt was Google aus den verschiedenen Kommentaren machen wird, wenn es eine finale Version gibt.

   
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