Archiv nach Schlagworten: Gesellschaft

Learn ALL the programming!

Vor einiger Zeit habe ich ja mal gebloggt, dass ich der Meinung bin, heutzutage sollte jeder “Programmieren können”. Weil Sebastian noch einmal nachfragte korrigiere ich das: Jeder sollte die technische Funktionsweise eines Computers und allem was dazu gehört verstehen und in der Bedienung dessen souverän sein (a.k.a. “Programmieren können”). (Ich kann das grade nicht schöner formulieren, aber ich hoffe man weiß, was gemeint ist.) Es reicht heutzutage einfach nicht mehr aus, nur Nutzer zu sein! Es wird zwar alles einfacher, so dass man immer weniger verstehen muss, um die Technik zu benutzen, aber genau darin liegt die Gefahr! Denn dann denkt man nicht mehr nach, hinterfragt nicht mehr und vertraut plötzlich alle seine intimen persönlichen Daten irgendwelchen Datenkraken an, ohne sich der Folgen bewusst zu sein!

Aber jetzt habe ich ein interessantes Projekt gesehen: Fiona lernt Programmieren (unter Anleitung von plomlompom und erlehmann). Weiterlesen »

Digitale Bildung

Alle Schüler sollten Programmieren lernen

BBC-Kolumnist Bill Thompson findet: Nur wer Hardware und Software versteht, ist ein mündiger Bürger. Auch iPhones entsperren zu können, sei wichtig – wegen Apples Zensur.

Speziell:

Der Netzkritiker Howard Rheingold [...] plädiert dafür, den kritischen Umgang mit der eigenen Privatsphäre in sozialen Netzwerken wie Facebook in die Stundenpläne an Schulen aufzunehmen. Aber auch der Gebrauch von Blogs, Wikis und Suchmaschinen sowie das anschließende Verifizieren von Suchergebnissen gehören für ihn zur Allgemeinbildung [...]. [Er] verlangt sogar, dass ein Nutzer auch selbst programmieren kann.

Dieser These stimme ich voll und ganz zu! Man kann die moderne Technik nicht verantwortungsbewusst benutzen, wenn man nicht weiß, wie sie funktioniert! Natürlich braucht es dafür kein spezialisiertes Detailwissen, aber Grundkenntnisse über Aufbau und Funktionen von modernen Computern, Betriebssystemen, Kommunikationsnetzen (Internet, Mobilfunk) und Webseiten muss jeder Mensch besitzen, um noch selbstbestimmt entscheiden zu können, was er will und was er nicht will (z.B. indem man faktenfreie Werbung oder Nachrichtenbeiträge als solche entlarvt).

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Free Rainer – Eine Filmempfehlung vom Feinsten!

Ich weiß ja immer nicht, was ich schreiben soll, wenn ich einen Film empfehlen will. Oft ist es schwierig, dafür eine genaue Begründung anzugeben, weil es meistens einfach der direkte Eindruck ist, der mich zur unbedingten Empfehlung hinreißt.

Ich versuche es mal faktenbasiert: Bei Free Rainer – Dein Fernseher lügt (Wikipedia, IMDB, Trailer) handelt es sich um einen Film über den Kampf gegen die Volksverdummung durch das Fernsehprogramm, das nur durch die Quoten bestimmt wird, die vollkommen unrepräsentativ ermittelt werden. (Das ist im Grunde genommen die Kurzfassung der Handlung.) Den Film habe ich schon etwas länger im Hinterkopf und endlich hab ich es mal geschafft ihn zu sehen und ich bin hellauf begeistert! Wer mich kennt, weiß was ich vom aktuellen Status Quo des (deutschen) Fernsehns halte und der Schritt weiter zur Identifikation mit den Ideen aus dem Film ist dann nicht sonderlich weit.

Statt Trailer die Anfangsszene des Films:


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Streetview nocheinmal

Meine Meinung über Streetview tat ich ja schon kund: Ich bin dafür!

Heute morgen las ich dann ein paar Artikelchen darüber, dass schon huuuuuunderttausende Bürger ihren Einspruch gegen die Darstellung ihres Hauses an Google verschickt hätten.

Und da fragte ich mich: Was soll denn das, dass von allen anderen Ländern, in denen Google bisher schon Streetview anbietet, ausgerechnet in Deutschland sich so starker Widerstand regt???

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Des iPhones schlechter Einfluss auf die Wissenschaft der Informatik

So würde ich zumindest die Überschrift des folgenden Artikels übersetzen, den ich eben im Netz gefunden habe:
Why the iPhone could be bad news for computer science | silicon.com

Thematisch passt der Artikel sehr gut zu einer Beobachtung, die ich auch schon öfter gemacht habe! Gerade erst letzte Woche, als im Hörsaal in der Reihe hinter mir ein paar Kommilitonen saßen und sich über ihre iPhone unterhielten. Ich konnte dabei heraus hören – falls ihr das einmal lest, nehmt es nicht persönlich oder kritisch ;) – dass sie teilweise einfach Quatsch erzählten (“Mit’m Jailbreak kannste alle Apps kostenlos installieren.” – Nicht faktisch falsch aber vollkommen falsche und schlechte Kausalkette) und daraus schloss ich, dass sie einfach keine Lust haben, sich tiefergehend mit dem Gerät und der Technik zu beschäftigen. Erschreckt hat mich das, weil es sich eben um Informatikstudenten handelt, von denen hätte ich eigentlich erwartet, dass sie – ähnlich wie ich – wegen ihrem grundlegenden Interesse an dieser Art von “computer science” die Hintergründe hinterfragen und wissen wollen was hinter dem Easy-to-Use-iPhone-OS steckt!

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Autorität und Patriarchat

“Mama”, fragt der kleine Michael, “bringt der Storch wirklich die Babys?” – “Selbstverständlich, mein Schatz.”

“Und die Weihnachtsgeschenke? Bringt die tatsächlich der Weihnachtsmann?” – “Ja, mein Kind.”

“Und unser tägliches Brot schenkt uns der liebe Gott?” – “So ist es.”

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Meine Meinung zum Amoklauf [Updated]

Wie ja inzwischen bekannt sein dürfte, hat Tim K., der Amokläufer von Winnenden seine Tat vorher nicht im Internet angekündigt! Es handelt sich dabei um einen Fake-Screenshot, der von einem Düsseldorfer erstellt wurde, den Nils im IRC interviewt hat. (Das ist Journalismus! Danke Nils!) Durchaus Lesenswert!

Update: Über Tim erreichte mich grade ein interessanter/lustiger/trauriger Blogeintrag von Hanno Zulla aus Hamburg: Guten Abend, meine Damen und Herren, Sie sehen die Abendnachrichten. Besonders lesenswert ist der (einzige) Kommentar und die Links darin. Weiterlesen »

Jedem das Seine

Bestimmt kennt jeder den Spruch “Jedem das Seine”. Entweder aus dem allgemeinen Sprachgebrauch oder daher, dass er über den Toren des Konzentrationslagers Buchenwald steht. Jedenfalls wurde er zum ersten Mal dokumentiert ausgesprochen vom römischen Philosophen Cato dem Älteren und das war eindeutig vor der NS-Zeit. Und wenn jemand den Satz benutzt gehe ich prinzipiell von der ursprünglichen und wörtlichen Bedeutung aus. Es sei denn er steht in Bomberjacke und Springerstiefeln vor mir und schlägt mich zusammen, das wäre etwas anderes.

Jedenfalls hat sich ja letztens einmal wieder blöderweise eine Werbeagentur daran vergriffen, so dass Tschibo und Esso gemeinsam unter “Jedem den Seinen” auf die Vielfalt des Kaffeeangebotes aufmerksam machen wollten. Da war natürlich der Zentralrat der Juden mal wieder höcht entsetzt und der Vizepräsident Salomon Korn nannte das eine “nicht zu überbietende Geschmacklosigkeit” oder ein Beispiel “totaler Geschichtsunkenntnis”.

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“Profi”-Sport

Ich fürchte ich bin gerade in streitlustiger Stimmung, also muss das jetzt sein:

Wie ja eigentlich jeder weiß, habe ich mit Sport eher weniger am Hut. Und, was auch fast jeder, der mich kennt, weiß, was mir noch mehr auf den Senkel geht, ist der sogenannte “Profi”-Sport und dessen Fans. Gerade ist mal wieder eine Weltmeisterschaft. Handball. Prima.

Nun… Einerseits halte ich nix davon, Leuten Millionen an Geld zu zahlen, dafür dass sie das tun, was andere Leute in ihrer Freizeit als körperlichen Ausgleich tun. Beim Fußball ist es ja eine allgemein bekannte Tatsache, dass die sog. Profi-Fußballer in ihrem Kopf das Selbe haben wie in dem Ding gegen das sie immer treten. Luft. Das führt mich ja zu der Annahme, dass sich ganz einfach Sport und Wissen (ich möchte mal nicht so weit gehen und es Bildung nennen) in ihrer Ausprägung in einem Menschen gegenseitig ausschließen nicht beide von einem Menschen 100%-ig vertreten werden können, das geht schon einfach aus Zeitgründen nicht. Ein Profi-SportlerFußballer, der gleichzeitig in der Lage ist, anständige Deutsche Sätze zu bilden ist eine Ausnahme. Eine große. Was soll man denn davon bitte halten… Ich halte eh wenig von Leuten, die denken: “Wissen ist Macht – Nichts Wissen macht auch nichts” (Ich finde den Spruch zwar lustig, aber er ist keinesfalls mein Leitmotiv.).

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Das Dschungel-Camp

Nein, natürlich schreibe ich hier jetzt nichts über die Show. Denn ich habe sie nicht gesehen, also kann ich darüber gar nichts sagen.

Was mir nur auffällt ist, dass die Berichterstattung eindeutig überdimensioniert ist. In 3 von meinem 5 täglichen Newsfeeds taucht regelmäßig (!) ein Artikel über diese Show auf. Natürlich immer mit dem forcierten Subtext, dass die Show ja doch abstoßend und ekelerregend und eigentlich nicht schauenswert sei. Jedem sollte dabei ja klar sein, dass, um einen Artikel darüber zu schreiben und genau beschreiben zu können, was denn gestern abend da passiert ist, man die Serie gesehen haben muss.

Und es nervt irgendwie. Dieses geheuchleriche Kritisieren, dass jedoch so aufgesetzt wirkt. Der Stern macht das, der Spiegel macht das, die Welt macht das, die FAZ macht das. Muss das denn wirklich sein?

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Rock ‘n’ Roll. Blog ‘n’ Roll.

Ihr habt vielleicht davon gehört, bei eBay wurde gestern abend das Basic Thinking Blog verkauft, für 46.902 € und zwar an den deutschen Webhosting-Anbieter serverloft. Ne ganze Menge Geld dafür, dass wenn man überlegt, der materielle Wert sich eindeutig in Grenzen hält. Interessant was bloß für den Bekanntheitsgrad so über den Tisch kommt.

Jedenfalls hat der Ex-Basic Thinking-Blogger (Robert Basic) ein Chat-Interview mit der tagesschau geführt, in dem er einige wichtige Fragen zum Wesen von Blogs, ihrem Wirken durch und auf die Gesellschaft und und ihrer Zukunft beantwortet.

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Leere Versprechungen

tagesschau.de schreibt über die Computerausfälle bei der Bahn, dass ein Sprecher wohl sagte, dass man zwar noch nicht wisse was die Ursache für die Störung war, jedoch ausschließe, “dass sich die Probleme wiederholen könnte[n]“.

Nun. Jedem dürfte klar sein, dass das ein voll und ganz leeres Versprechen ist. So wie es sie in letzter Zeit immer häufiger gibt. In der Werbung, im Wahlkampf, usw… Das Schlimmere an der ganzen Sache sind zwar die Leute, die das alles bereitwillig glauben, aber die können ja auch nichts dafür, man kann schließlich nicht jeden Scheiß hinterfragen und manche Dinge sind einfach so schön die will man dann tatsächlich glauben.

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Die Antibabypille und der Mann

So, zur Abwechslung mal ein wissenschaftlicher Eintrag!

Auf den mich kurioserweise der Vatikan gebracht hat!
Und zwar aufgrund dieser Meldung bei SPIEGEL ONLINE: Vatikantheorie – Was Männer steril macht.

Antibabypillen

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Neugierde

Also, ich will manchmal unbedingt etwas wissen. Meistens etwas das mit Personen zu tun hat, also über Jemanden, von Jemandem. Ich möchte es unbedingt erfahren, jemanden danach ausquetschen, etc…

Und dann, wenn ich es erfahren habe, muss ich meistens feststellen, dass es etwas ist, dass mich traurig macht, deprimiert, oder wütend.
Und dann denke ich mir, dass ich das eigentlich hätte vorher wissen können.
Und dann hätte ich mich einfach ein wenig beherrschen müssen, weil meistens weiß ich ja wirklich auch vorher, dass die Antwort nicht unbedingt eine sein wird, die mich glücklich macht.

Aber warum frage ich dann?

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Althausens Skiunfall

Es wird bestimmt jeder mitgekriegt haben, dass Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus am Neujahrsmorgen einen schweren Skiunfall hatte. Dort stieß er bei einer Abfahrt an einer Kreizung zweier Pisten mit eienr Frau zusammen. Althaus trug einen Helm, die Frau hingegen nicht. Beide werden relativ schnell ins Krankenhaus gebracht, die Frau jedoch stirbt leider im Rettungshubschrauber, Althaus lag bis heute, Freitag, im künstlichen Koma und wurde heute geweckt, die Ärzte sind zuversichtlich, dass er wieder voll gesund wird.

Soweit so gut, für Herrn Althaus. Tragisch für die verstorbene 41-jährige Slowakin, Mutter von vier Kindern.

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