Archiv nach Schlagworten: Beobachtung

Akustische Primärprägung

Ich hab folgendes Phänomen an mir selbst beobachtet und “Akustische Primärprägung” genannt: Wenn ich ein bestimmtes Musikstück (~Lied) zum ersten Mal höre, dann gefällt es mir (sofern es mir überhaupt gefällt) in dieser Version am Besten!

Also z.B. hört sich ja eine Liveaufnahme meistens ein wenig anders an (Playback is eh pfui) oder eine Coverversion, die dem Original so nahe kommt, dass ich das in meiner Erinnerungstruktur als ein Lied behandele; es gibt pro Lied aber eben nur eine Version, die mir am Besten gefällt und das ist in einer breiten Mehrheit der Fälle genau die Version, die ich als erstes gehört habe!

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Konzentrationshilfe

Ich sitze grade bei Tine, surfe rum, lese einen hochwissenschaftlichen Text über eine Studie zur Jugendverbandsarbeit und stelle dabei fest, dass ich mich hier, in fremder Umgebung, während Tine am rumbügeln ist, viel besser auf das konzentrieren kann, was ich am PC tun will, als wenn ich alleine zu Hause säße. Also auf das Lesen, aufs Bloggen, aufs surfen, auf wasauchimmer. Tine sagt, dass ihr das beim Lernen fürs mündliche Abitur, als sie bei mir war, auch so gegangen ist.

Dazu passt, dass ich mich besser hinlegen und nichts tun kann, wenn ich nicht alleine bin, sondern wenn andere Leute im Raum sind, rumwuseln und irgendwas machen (vielleicht nicht grade Staubsaugen)…

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Übersprungshandlungen

Meine Beobachtung:
Um uns vor dem Lernen fürs mündliche Abitur zu drücken, tun wir alles nur Erdenkliche, was nichts damit zu tun hat. Überwiegend Hausarbeit. Ich hab letzte Woche die Küche geputzt, unten gesaugt, mein Bad sauber gemacht, etc. Marie hatte auch schon Lust, sauber zu machen. Und sogar Lukas (!) hat letzte Woche sein ZImemr aufgeräumt und gesaugt und (!) er hält es in dem Zustand – noch!

Das ist dann wohl die klassische Übersprungshandlung, wie wir sie aus der Verhaltenslehre kennen. Man steht im Konflikt zwischen dem Lernen und dem Nichtstun. Und dann tut man etwas, das mit beidem gar nichts zu tun hat.

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