Learn ALL the programming!

Vor einiger Zeit habe ich ja mal gebloggt, dass ich der Meinung bin, heutzutage sollte jeder “Programmieren können”. Weil Sebastian noch einmal nachfragte korrigiere ich das: Jeder sollte die technische Funktionsweise eines Computers und allem was dazu gehört verstehen und in der Bedienung dessen souverän sein (a.k.a. “Programmieren können”). (Ich kann das grade nicht schöner formulieren, aber ich hoffe man weiß, was gemeint ist.) Es reicht heutzutage einfach nicht mehr aus, nur Nutzer zu sein! Es wird zwar alles einfacher, so dass man immer weniger verstehen muss, um die Technik zu benutzen, aber genau darin liegt die Gefahr! Denn dann denkt man nicht mehr nach, hinterfragt nicht mehr und vertraut plötzlich alle seine intimen persönlichen Daten irgendwelchen Datenkraken an, ohne sich der Folgen bewusst zu sein!

Aber jetzt habe ich ein interessantes Projekt gesehen: Fiona lernt Programmieren (unter Anleitung von plomlompom und erlehmann).
Die beiden helfen einem Mädchen (nö, nix Sexismus jetzt) dabei, zu lernen, wie man “programmiert”. De facto benutzen sie wohl das Buch “Programming from the Ground Up”, das bei Assembler-Programmierung beginnt – hieran sieht man aber, was ich oben noch mal klar stellen wollte, es geht nämlich in erster Linie nicht um das (sinnvolle) Programmieren an sich, sondern es geht um das tiefgehende Verständnis der Technik und der Paradigmen die dem zugrundeliegen! Denn dann versteht man, “was die Welt im Innersten zusammenhält” (ein Zitat aus Goethes’ Faust, das im Bezug auf Computer und das Internet heutzutage vielleicht schon gar nicht mehr falsch ist! – Was wäre wohl, wenn plötzlich das alles nicht mehr funktionieren würde…). Und dieses Verständnis zu haben ist, wie ich im vorherigen Blogeintrag schon schrieb, im Grunde jedermanns Pflicht, damit unsere Demokratie funktionieren kann.

“Ich kann jetzt mit zwei Händen bis 1023 zählen!”

– Fiona,” High 31″

Erlehmann hat auch mal einen Blogeintrag verfasst, in dem er elaboriert, dass die meisten Programmierer gar nicht programmieren können. Auch damit hat er vollkommen recht! Aber gemäß dem Paradigma “Der Weg ist das Ziel” ist das irrelevant. Man könnte auch sagen “Der Wille zählt!”, oder vielmehr “Alles ist besser als nichts!”.

PS: Es gibt ein cooles Projekt namens “Code Year”, bei dem man das ganze Jahr 2012 durch jede Woche Programmieraufgaben bekommt und dadurch über das Jahr die hohe Kunst des Programmierens erlernen kann! Sehr coole Sache, ich habe mich mal in den eMail-Verteiler eingetragen! :D

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