Momoblog "Vorstellungskraft ist wichtiger als Wissen." (A. Einstein)

29Dez/082

Die Einfachkeit des Seins

Ich war eben beim Jahresabschluss der Freiwilligen Feuerwehr Kirschroth! Und als wir dann nachher beim Haxen-essen waren und als so erzählt wurde, stellte ich wieder mal fest, dass die ganzen älteren, trotz Arbeit und allem von wesentlich mehr Erlebnissen zu erzählen hatten als wir...

Natürlich haben die aufgrund ihres Alters schon einen enormen Vorsprung, aber aus ihren Erzählungen hört man auch immer heraus, dass sie in unserem Alter auch schon diverse "Dinger gedreht haben", wo wir absolut nix gegen halten können.

Und da stellt sich doch natürlich die Frage, inwiefern denn eine Veränderung zu früher stattgefunden hat... Also, hatten die damals einfach mehr "Aktionen", an die es ich zu erinnern lohnt, und warum?!

Nun, ich persönlich denke, Ja, speziell die Kirschrother Jugend hatte mehr solcher Erlebnisse, und zwar weil, es einerseits die Gegebenheiten besser ermöglicht habe, und zum anderen spielt durchaus auch das Bildungsniveau dabei eine Rolle! Denn ich stehe fest zu meiner Meinung, dass Gymnasiasten sich wesentlich mehr Gedanken über ihre Zukunft machen als Schüler von Real- und Hauptschulen. Und das setzt sich ein ganzes Leben lang fort. Natürlich ist die Einteilung nach Gymnasium und anderen Schulen nur eine sehr grobe und oberflächliche, jedoch historisch eigentlich so gewachsene, neuerdings aber über den Haufen geworfene... Aber ich finde sie eigentlich gut. Ich finde, das Abitur (als allgemein Hochschulreife) sollte nur bekommen wer dessen Bedingungen (gemessen am gesunden Menschenverstand eines halbwegs Intellektuellen) enstpricht.

Ich merke... Ich weiche schon wieder fundametal vom Originalen Thema ab! Ursprünglich ging es ja um, bei Michi schon beschriebene, Einfachheit des Denkens und er damit einhergehenden Einfachkeit des Freuens...

Irgendetwas hindert uns Gymnasiasten, beziehungsweise die Angehörigen meines Umfeldes daran, einfach ihre Gedanken abzuschalten und sich an den kleinen Dingen zu erfreuen! Bzw. sich einfach gehn zu lassen und exzesiive Sauferlebnisse zu erleben, von denen man nachher (vielleicht nich unbedingt nach eigener Erfahrung, aber wenigstens nach Bericht) erzählen kann! Und in gewisser Weise auch stolz darauf sein kann, weil man es überlebt hat, usw....

Kommentare (2) Trackbacks (0)
  1. Gut Sebastian! Danke dass dus ein wenig von der Alkoholschiene runtergebracht hast… Konnte ich gestern nich, da war ich betrunken. :D
    Es gibt da so ne schöne Textung drüber… Was bei denen damals alles anders war… Verdammt, ich finds jetz nich…. Mussich nochmal suchen, das is nämlich schön!

  2. Eine gewisse “Apathie” muss ich auch feststellen, wenn ich meine Jugend mit den Erzählungen unserer Eltern-Generation vergleiche. Und das würde ich nicht nur auf Saufexzesse beschränken.
    Ich denke, dass eine zunehmende “Bemutterung” in der Erziehung an dieser Entwicklung einen nicht unwesentlichen Anteil hat. In den Augen vieler Eltern lauern heute ja überall Gefahren, das Gefahrenpotential ist immer und überall viel größer als früher, die Welt ist gefährlicher geworden. Während frühere Generationen ihre Kinder einfach ziehen ließen, werden die Kleinen heute mit dem Auto bis auf den Schulhof der Grundschule gefahren, weil es auf der Straße vor Pädophilen und anderen Böswilligen ja nur so wimmelt. Wenn man dann mal die Opfer sexuellen Missbrauchs is Verhältnis zu den im Straßenverkehr Verletzten oder Umgekommenen setzt, wird klar, wie irrational die Denkweise ist – von dem ungünstigen Kosten/Nutzen-Verhältnis (Spritverbrauch/verminderte Wahrscheinlichkeit einer Kindesentführung) mal ganz abgesehen.
    Logisch, dass durch “unvernünftig vernünftige” Eltern Kinder vorsichtiger und nachdenklicher werden, oder?
    Ich könnte wetten, dass es auch hier einen Zusammenhang mit dem Bildungsniveau der Eltern gibt, denn den gibt es zwischen Erziehungsmethoden und Bildung erwiesenermaßen ja in vielerlei Hinsicht.

    Als weiteren Grund sehe ich die Entwicklung der Medien. Dank Web und DVD-Player sitzt man heute viel öfter allein zu Hause vor der Glotze. Zeit, dei für die von dir angesprochenen “Aktivitäten” nicht mehr zur Verfügung steht und die man vor 30 Jahren eben ganz anders genutzt hätte.


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