So, zur Abwechslung mal ein wissenschaftlicher Eintrag!
Auf den mich kurioserweise der Vatikan gebracht hat!
Und zwar aufgrund dieser Meldung bei SPIEGEL ONLINE: Vatikantheorie – Was Männer steril macht.

Um was gehts? Prinzipiell um die allgemein bekannte Tatsache, dass künstliche Estrogene, wie sie in der Antibabypille vorkommen, durch den Urin ausgeschieden werden und von unseren heutigen Kläranlagen nicht beseitigt werden können. Dadurch gelangen sie, logischerweise in den natürlichen Wasserkreislauf. Dass diese unnatürliche erhöhte Estrogenkonzentration in natürlichen Gewässern Auswirkungen auf Fische hat (männliche Fische bilden Proteine zur Eibildung, haben eine verzögerte Entwicklung und produzieren im schlimmsten Fall sogar wirklich Eizellen), ist in einer Studie des Freshwater Institute, Fisheries and Oceans Canada 2001 bereits nachgewiesen worden. Und der Vatikan behauptet jetzt, er habe ausreichende Daten, um nachzuweisen, dass diese steigende Zahl an Estrogenen im Wasser, die natürlich dann über das Grundwasser auch ins Trinkwasser gelangen, Ursache für sinkende Spermienzahl bei Männern heutzutage ist.
Und, so leid es mir tut, ich muss dem Vatikan da teilweise zustimmen, aus biologisch wissenschaftlicher Sicht ist das vollkommen logisch: Dass die Estrogene ins Trinkwasser gelangen, und dass sie dann in irgendeiner Art Auswirkungen auf den Mann (und auf die Frau natürlich auch) ist klar, immerhin sind sie das wichtigste weibliche Sexualhormon, das auch bei der Embryonalentwicklung des Mannes bereits eine Rolle spielt.
Ich möchte jedoch ergänzen, dass ich glaube, dass das allerdings nicht der einzige Grund für die abnehmende Spermienzahl ist, sondern dass auch hier sicherlich der veränderte Lebenswandel der heutigen Gesellschaft (erhöhter körperlicher Stress durch unnatürliche Verhaltensweisen: Schlafverhalten, Konsum [Nahrung, Drogen, ...], …) eine mehr oder weniger große Rolle spielt.
Und natürlich würde ich, im Gegensatz zum Vatikan, deswegen auf keinen Fall behaupten, dass die Pille Teufelswerk sei und dass man sie aufgrund dieser Auswirkungen nicht nehmen sollte, dazu bietet uns die Pille doch einfach zu große Vorteile, was sicher jeder bestätigen kann und ich denke die Lösung dieses Problems liegt näher als man denkt, um die unerwünschten Nebenwirkungen aus der Welt zu schaffen, müsste man ja nur eine Klärstufe entwickeln bzw. erweitern, die Estrogene abbauen kann. Die wissenschaftliche Studie hat schließlich auch nachgewiesen, dass Estrogene durch gewisse Bakterien abgebaut werden, die im normalen Gewässerboden vorkommen. Also müsste nur mal jemand die Initiative ergreifen und daraus etwas entwickeln. Hat ja aber vielleicht schon jemand.
Wegen den vielen Östrogenen im Trinkwasser wird von Männern auch so viel dummgebabbelt
…frei interpretiert nach dem Witz “Warum sind auch im Bier so viele weibliche Hormone?…weil, wenn man 2 Liter davon trinkt fährt man schlecht Auto und redet ne Menge dummes Zeug!…”