Da hab ich ja gerade bei der taz einen interessant-lustigen Artikel über das bayrische Finanz-(In-)Kompetenzteam Stoiber, Huber, Faltlhauser und Beckstein gelesen: die wahrheit: Der knüppeldicke Depp vom Dienst.
Ein paar Stellen möchte ich kurz zitieren:
“Edmund Stoiber staunte nicht schlecht, als ihm der [Wirt][...] die Rechnung für ein Weißwurstfrühstück präsentierte. Satte 305 Euro [...]. Als Stoiber empört aufbegehrte, beschied ihm der [...] Wirt, er hole sich nur den Betrag zurück, den Stoibers Regierung bei dem Hypo-Alpe-Adria-Desaster in den Sand gesetzt habe. 3,7 Milliarden an Steuergeldern bei 12,5 Millionen bayerischer Bürger, das mache [...] 296 Euro pro Kopf – plus 9 Euro für die Weißwürste und eine Apfelschorle. [...]“
und
“Das [...] Inkompetenzteam [...] ist zwar längst aus dem Amt gejagt, doch jetzt werden die Nullen von Bayerns Bürgern persönlich zur Rechenschaft gezogen. Kurt Faltlhauser, der damalige Finanzminister, musste unlängst beim Friseur 830 Euro berappen.”
und
“[...] Beckstein [...] musste schon schlucken, als ihm der Tankwart der Aral-Station [...] für einmal Volltanken sage und schreibe 5.678 Euro und 92 Cent berechnete. Der [...] Benzinzapfer konterte mit der Feststellung, jemand, der Milliardenbetrage ohne zu prüfen ausgebe, hätte auch kein Recht, eine Benzinrechnung zu kontrollieren.”
Mir gefällt das! Diese Art von … “zivilem Ungehorsam” scheint mir sowohl witzig als auch gerechtfertigt und nötig um seine persönliche Genugtuung gegenüber solcher … “Politik”.
Ich schließe mich da dem Kommentar von Christa Bauer-Mulaku an:
“Müssten Politiker mit ihrem Privatvermögen haften, wären sie gezwungen, saubere politische Arbeit zu leisten. “Manche Tiere sind gleich – manche aber sind eben gleicher.” [...]
Das Märchen vom “Rechtsstaat” glaube ich schon lange nicht mehr. [...]
Der Volkszorn regt sich noch viel zu wenig.
Einerseits werden Steuern ständig erhöht – andererseits werden Steuergelder mit vollen Händen zum Fenster rausgeworfen.”
Ist übrigens auch sehr interessant, wie in den Kommentaren auf einmal der “Andere-Bundesländer-sind-sowieso-doof”-Aspekt an Bedeutung gewinnt
Ich meine, gegen Bayern kann ich das ja nachvollziehen… Aber dass die das als ernstgemeinte Argumente in ner Diskussion bringen… Naja!
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