Archiv nach Kategorien: Selbstanalyse

Überangebot

Man sagt ja gerne gesellschaftskritisch, dass unsere moderne Konsumgesellschaft in der westlichen Welt durch ein generelles Überangebot an allem gekennzeichnet ist.

Und damit hat man wohl recht.

Mich überfordert das… Hab ich eben im Real gemerkt.

Ich war einkaufen, für die paar Tage, wo ich Herr im Haus bin (das bringt mir natürlich jedes Mal die Assoziation, dass das bald, wenn ich eine eigene Wohnung oder so habe, immer so sein wird, und diese Vorstellung finde ich natürlich cool), und jedes mal denke ich mir, dass ich ja jetzt sehr schön kochen könnte, kreative Gericht, mit viel frischem Gemüse, Fleisch, und allem PiPaPo… Und ich weiß, dass ich das auch könnte (ich will jetzt damit nicht überheblich wirken oder angeben, weil darum gehts schließlich nicht), aber es scheitert dann daran, dass ich dann im Real stehe, zwischen diesen unheimlich vielen Regalen mit den unheimlich vielen Sachen drin. Weil dann kann ich mich nicht entscheiden und dann ist alle Kreativität – schwups – vorbei! Dann kommen mir keine coolen Rezeptideen mehr, die ich zusammenbasteln könnte, ohne ein Rezept zu haben, sondern dann springen meine Gedanken von Zutat zu Zutat, und was man damit alles machen könnte, aber daraus wird einfach aufgrund der schieren Menge nix, dass das vereinen würde. Und das trübt mir dann ein wenig mein Zukunftsbild, weil ich weiß, wenn ich dann ausgezogen bin und tun und lassen kann, was ich will, wäre ich einfach unfähig, alles zu tun, was ich theoretisch könnte, und das macht mich traurig. (Denn ich bin nunmal gierig, und würde gern ALLES machen…)

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Übersprungshandlungen [2]

Ich hatte grade unter der Dusche eine gute Idee, nein, eine psychologische Erkenntnis.

Und dann fiel mir grade auf, dass ich das ja schonmal gebloggt habe, damals bei der Abizeit.

Jedenfalls ging es darum, dass ich grade keine Lust, weil langweilig und kompliziert, aufs Studieren habe, also vor allem auf die Einsendeaufgaben von Mathe und Computersysteme. Und da fiel mir auf, dass ich, nur um dem aus dem Weg zu gehen, alles mögliche andere lieber machen würde!

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Konzentrationshilfe

Ich sitze grade bei Tine, surfe rum, lese einen hochwissenschaftlichen Text über eine Studie zur Jugendverbandsarbeit und stelle dabei fest, dass ich mich hier, in fremder Umgebung, während Tine am rumbügeln ist, viel besser auf das konzentrieren kann, was ich am PC tun will, als wenn ich alleine zu Hause säße. Also auf das Lesen, aufs Bloggen, aufs surfen, auf wasauchimmer. Tine sagt, dass ihr das beim Lernen fürs mündliche Abitur, als sie bei mir war, auch so gegangen ist.

Dazu passt, dass ich mich besser hinlegen und nichts tun kann, wenn ich nicht alleine bin, sondern wenn andere Leute im Raum sind, rumwuseln und irgendwas machen (vielleicht nicht grade Staubsaugen)…

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Alles was mal war

Ich hab gestern Nacht im Auto “Alles was mal war” von den Toten Hosen hören müssen. Also nix gegen die Hosen, wirklich nich, das Lied hat mir einfach nur nich in den Kram gepasst. Weil es is melancholisch. Also mich machts melancholisch wenn ichs höre. Im Auto hab ichs ja bloß so nebenbei gehört, war ja müde und pipapo. Aber ich hab mir dabei schon direkt gedacht, dass ich mich ja kenne, und genau weiß, obwohl das Lied mich eher in ne negative Stimmung bringt und ich darauf ja keine Lust hab, und das Lied auch einfach vom Inhalt her nich passt, wusste ich genau, dass ich es mir trotzdem nochmal anhören würde – selbst, aktiv und bewusst. Und das wird auch nich es letzte Mal gewesen sein. Bestimmt werd ich mir auch das Album besorgen. Und bestimmt kommt dann eine Hosen-hör-Phase. Ich kenn mich doch.

Das is ja ok. Sich selbst zu kennen, hört sich gar net so schlecht an, ne?

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Neugierde

Also, ich will manchmal unbedingt etwas wissen. Meistens etwas das mit Personen zu tun hat, also über Jemanden, von Jemandem. Ich möchte es unbedingt erfahren, jemanden danach ausquetschen, etc…

Und dann, wenn ich es erfahren habe, muss ich meistens feststellen, dass es etwas ist, dass mich traurig macht, deprimiert, oder wütend.
Und dann denke ich mir, dass ich das eigentlich hätte vorher wissen können.
Und dann hätte ich mich einfach ein wenig beherrschen müssen, weil meistens weiß ich ja wirklich auch vorher, dass die Antwort nicht unbedingt eine sein wird, die mich glücklich macht.

Aber warum frage ich dann?

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Langeweile

Jetzt sitze ich schon seit zwei Stunden hier und langweile mich mehr oder weniger doll.

Mein Zimmer sieht aus als hätt ne Bombe eingeschlagen, ich hab noch kein Stück fürs Abi gemacht, meine Schulsachen liegen noch da wie ich sie hingeknallt hab als ich Freitags aus der Schule kam, da sind haufenweise Bücher zu lesen. Ich langweile mich ja nicht, weil ich nichts zu tun hätte… Ich hab nur einfach keine Lust dazu, irgendwas zu machen.

Und das nervt mich. Macht mich unzufrieden und angepisst.

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Deprimierendes Fremderinnern

Ich frage: Bin ich merkwürdig, wenn mich die Erinnerungen anderer Leute deprimieren?

Ich meine das genauso wie ichs schreibe. Das geht los bei Urlaubserzählungen/-fotos. Hör/Guck ich mir nicht gerne an… Oder auch allgemein bei Fotos von anderen Leuten, die bei anderen Gelegenheiten andere Dinge gemacht haben. Oder Erzählungen von anderen Leuten, die mit anderen Leuten andere Dinge gemacht haben.
Meistens deprimiert mich das. Macht mich traurig. Hinterlässt ein Gefühl von Leere, von nicht-dabei-gewesen-sein. Und das sogar bei Leuten, die ich gar nicht kenne, mit denen ich gar nichts zu tun habe!!!

Ich fürchte, die genaue psychologische Analyse läuft einfach auf puren Neid heraus. Neid auf alles und immer, wenn ich nicht dabei war…
Ja, ich weiß, dass das nicht unbedingt gut ist, sondern eher destruktiv, aber was soll ich denn machen? Außer es für mich behalten…

Mein SMS-Verhalten

Ich stellte grade fest:
Ich schreibe lieber SMS, während ich zu Hause an meinem Schreibtisch sitze, oder mal wenn ich mich in der Schule langweile, aber weitaus weniger häufig wenn ich irgendwo anders bin. Also z.B. auf ner Party oder irgendwo zu Besuch!

Wodran liegt das wohl?

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