Ich hab gestern Nacht im Auto “Alles was mal war” von den Toten Hosen hören müssen. Also nix gegen die Hosen, wirklich nich, das Lied hat mir einfach nur nich in den Kram gepasst. Weil es is melancholisch. Also mich machts melancholisch wenn ichs höre. Im Auto hab ichs ja bloß so nebenbei gehört, war ja müde und pipapo. Aber ich hab mir dabei schon direkt gedacht, dass ich mich ja kenne, und genau weiß, obwohl das Lied mich eher in ne negative Stimmung bringt und ich darauf ja keine Lust hab, und das Lied auch einfach vom Inhalt her nich passt, wusste ich genau, dass ich es mir trotzdem nochmal anhören würde – selbst, aktiv und bewusst. Und das wird auch nich es letzte Mal gewesen sein. Bestimmt werd ich mir auch das Album besorgen. Und bestimmt kommt dann eine Hosen-hör-Phase. Ich kenn mich doch.
Das is ja ok. Sich selbst zu kennen, hört sich gar net so schlecht an, ne?
Aber das schlimme ist, dass ich doch vorher wusste, dass ich das Lied hören werde und dadurch dann melancholisch werden werde. Und dass ich das prinzipiell dann ja auch sein lassen könnte. Aber nur prinzipiell. In der Praxis funktioniert das einfach nicht. Obwohl ich vorher genau weiß, was ich machen werde, bin ich einfach nicht stark genug, mich selbst daran zu hindern, wenn ichs eigentlich nicht will. Ich kann nur tatenlos zusehen/zuhören wie ich dann Dinge tue, von denen ich weiß, dass ich sie besser nicht tun würde.
Und das ist immer so… Wenn ich schlecht drauf bin verliere ich teilweise meine Selbstkontrolle und dadurch wirds dann nur noch schlimmer!!!
Aaaah.
Und das sind dann die Momente in denen ich mich absolut nicht selbst leiden kann… Und wie man sich vorstellen kann sind die Momente schrecklich! Zum Kotzen is das. So wie Mittwoch Abend. Aber so leids mir tut, so sehr ich mich dann auch selbst hasse, ich kann nichts dagegen machen, nix dran ändern…
Geht euch das auch manchmal so, oder hab ich da ein spezifisches Problem?
Die Toten Hosen – Alles was war
Es ist nicht einfach sich plötzlich wieder zu sehn
Es schleudert unsre Zeit mit voller Wucht zurück
Und als ob wir es nicht besser wüssten
Spielen wir die Vermissten und fallen über uns her
Ein Moment voller Hoffnung, ein Moment voller Glück
In dem wir nicht an gestern denken und was morgen vielleicht ist
Denn dann würde es wieder wehtun, es wär nicht das erste Mal
Wir versprechen uns nie wieder und glauben selbst nicht dran
Vielen Dank für alles was mal war
Für jeden guten Tag
Nun sagen wir “Wie war dein Leben ohne mich?”
Vielen Dank
Für alles was mal war
In unsren Köpfen drehn sich Gedankenspiele
Was wär gewesen wenn, wo würden wir heut stehen
Wir denken an unsre alten Ziele
Und suchen nach dem Fehler in unserem System
Warst du nach uns einsam oder fühltest du dich frei
Und was hast du gemacht in all der Zwischenzeit
Es ist nicht leicht das einzusehn
Doch wahrscheinlich war es so
Was wir uns geben konnten
War damals nicht genug
Vielen Dank für alles was mal war
Für jeden guten Tag
Nun sagen wir “Wie war dein Leben ohne mich?”
Vielen Dank für alles was mal war
Falls dus vergessen hast das ist nicht schlimm
Ich erinner mich für dich
An alles was mal war
Am meisten lieben wir die Dinge, die wir nicht haben können
Wir sollten lernen zu verzichten
Doch wir kriegen das nicht hin
Wir rufen “Lebewohl”, winken uns noch einmal zu
Dann drehn wir uns um und laufen dabei los
Vielen Dank für alles was mal war
Für jeden guten Tag
Nun sagen wir “Wie war dein Leben ohne mich?”
Vielen Dank für alles was mal war
Falls dus vergessen hast das ist nicht schlimm
Ich erinner mich für dich
Vielen Dank
Für alles was mal war
mir gehts auch so =)
Um dich mal nich so alleien dastehn zu lassen…
Es ist total oft das man genau weiß das es blödsinn is das man es net tun sollte…und man aber genau weiß das es doch passieren wird.
Das muss abe rnich immer negativ sein hab ich festgestellt xP
lg Mina
P.S.: Ich vermisse tiefgründige kommentare zu meinen blogeinträgen xP